Kategorie: Spielvarianten

Vor kurzem hat der koreanische Verlag Playte das Spiel Kreta neu als Sardegna veröffentlicht. Sardegna findet in einer relativ kleinen Schachtel mit Magnetverschlüssen Platz, da diese Box aufgeklappt auch als Spielplan dient. Allerdings ist dieser Spielplan nicht so länglich, wie beim ursprünglichen Spiel. Deshalb wurde das Spielgeschehen kurzerhand nach Sardinien verlegt.

Die Turmwächter-Variante: Für Sardegna wurde eine interessante Spielvariante entwickelt, die ich auch für Kreta empfehlen möchte. In dieser Variante erhalten die Spieler einen größeren Einfluss auf die Provinzen, die im Spielverlauf gewertet werden.

Spielvorbereitung
Jeder Spieler erhält, wie bisher, 7 Charakterkarten. Die 26 Turmkarten werden gemischt und zu einem verdeckten Stapel in die Mitte gelegt. Von diesem Stapel zieht sich jeder Spieler 1 Turmkarte, die er zusätzlich auf die Hand nimmt.

Der Turmwächter
Sobald ein Spieler einen Turmwächter ausspielt, kommt es, wie bisher, zu einer Wertung von den Gebieten, an die den aktuellen Turm angrenzen.

Anschließend wird die nächste verdeckt liegende Turmkarte aufgedeckt. Und jetzt hat der Spieler, der den Turmwächter gespielt hat und somit die Wertung ausgelöst hat, drei Möglichkeiten.

A. Der Spieler kann die soeben aufgedeckte Turmkarte offen liegen lassen. In diesem Fall zieht er eine Turmkarte vom verdeckten Stapel und nimmt diese auf die Hand. Er hält somit 2 Turmkarten auf der Hand und legt eine davon wieder verdeckt unter den Turmkartenstapel.

B. Wenn dem Spieler die soeben aufgedeckte Turmkarte nicht gefällt, kann er diese unter den verdeckten Stapel schieben und stattdessen die oberste Karte vom verdeckten Stapel aufdecken.

C. Alternativ kann der Spieler die soeben aufgedeckte Turmkarte unter den verdeckten Stapel schieben und durch die Turmkarte ersetzen, die er auf der Hand hält. Anschließend zieht er eine neue Turmkarte vom verdeckten Stapel, die er auf die Hand nimmt.

Eine zusätzliche Regel: In der Sardegna-Spielregel gibt es die Regel, dass ein Spieler bei dieser neuen Turmwächter-Variante seine Turmwächter-Karte erst spielen darf, wenn er zuvor mindestens 3 andere Charakterkarten ausgespielt hat. Ich empfehle stattdessen folgende neue Regel: Wenn ein Spieler den Turmwächter als seine erste Charakterkarte ausspielt, dürfen alle anderen Spieler reihum noch eine Charakterkarte (allerdings keinen Turmwächter) ausspielen, bevor es zur neuen Wertung kommt.

Viel Spaß!

An additional rule: In the Sardegna game rules, there is a rule that a player may only play his Sentinel card if he has played at least 3 other character cards first. Instead, I recommend the following new rule: If a player plays the Sentinal card as his first character card, all other players in turn may play a character card (but not a Sentinel) before the new scoring takes place. Have fun!




Triqueta eignet sich generell für 2-5 Mitspieler. Allerdings sind im Spiel zu zweit doch recht viele Tier-Steine im Spiel. Mit der folgenden Variante für 2 Spieler erhalten die Mitspieler mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Das Spiel wird noch reizvoller und auch etwas taktischer.

Spielmaterialien
Es werden alle Spielmaterialien verwendet.

Spielvorbereitung
Die Spielvorbereitung gemäß der Standart-Spielregel ändert sich nicht.

Spielablauf
In dieser Variante hat ein Spieler immer zwei Optionen, wenn er an die Reihe kommt.

  1. Zwei Tiersteine vom verdeckten Stapel nehmen, die vor den Mitspielern geheim gehalten werden.
  2. Eine Tierreihe nehmen.

Nimmt der Spieler zwei Tier-Steine, so sieht er sich diese geheim an und muss anschließend mit diesen Tieren zwei verschiedene Aktionen durchführen. Dabei stehen drei verschiedene Optionen zur Verfügung.

A. Der Spieler legt einen Stein an eine beliebige Tierreihe an.
B. Der Spieler legt einen Stein verdeckt vor sich ab. Dies geht jedoch nur zweimal im Spiel.
C. Der Spieler legt einen Stein verdeckt zurück in die Schachtel.

Der Spieler könnte also 1 Stein zurück in die Schachtel legen und den anderen Stein an eine Tierreihe anlegen oder 1 Stein verdeckt bei sich ablegen und den anderen Stein an eine Tierreihe anlegen oder 1 Stein verdeckt bei sich ablegen und 1 Stein verdeckt zurück in die Schachtel legen.

Befindet sich im Rundenturm nur noch ein einziger Stein, so hat der Spieler die Möglichkeit diesen letzten Stein zu nehmen oder eine Tierreihe zu nehmen. Nimmt er den letzten einzelnen Stein, so darf er diesen nicht zurück in die Schachtel legen (Aktion C). Er muss ihn also an eine Tierreihe anlegen (A) oder ihn verdeckt bei sich ablegen (B).

Durch die Möglichkeit einen Stein verdeckt zurück in die Schachtel zu legen, haben die Mitspieler jetzt eine elegante Möglichkeit Tier-Steine loszuwerden, die möglicherweise nicht zum aktuellen Strategieplan passen. Zudem wird der Gegenspieler darüber im Unklaren gelassen, welches Tier aus dem Spiel entfernt wurde.

Viel Spaß!

The Gates of Medina

Vor kurzem wurde von Francois Haffner eine kleine, aber feine Erweiterung für Medina vorgestellt. Jeder Spieler erhält ein zusätzliches weißes Stadttor. Dieses Bauteil führt zu neuen taktischen und strategischen Herausforderungen.

Zusätzliches Spielmaterial
4 neutrale Stadttore in der Größe einer Mauer. Diese kann man sich beispielsweise aus Holz, Pappe, Karton oder Knete erstellen oder mit einem 3D-Drucker anfertigen. Eine Datei für den 3D-Drucker gibt es auf Thingiverse.

Spielvorbereitung
Im Spiel zu dritt und zu viert erhält jeder Spieler 1 weißes Stadttor. Im Spiel zu dritt wird das vierte Stadttor neben dem Spielplan bereit gelegt. Im Spiel zu zweit erhält jeder Spieler 2 Stadttore.

Ein Stadttor einsetzen
Kommt ein Spieler zum Zug, so kann er sein Stadttor an ein bestehendes Mauerstück anbauen. Dabei gelten folgende Platzierungsregeln:

Ein Stadttor darf nicht direkt an einen Turm gebaut werden.

Auf dem Spielfeld, das sich direkt vor dem Stadttor befindet, darf sich kein Gebäude befinden. Das Feld muss also entweder leer sein oder von einem Händler besetzt sein.

Auf jeder Seite des Spielplans darf sich nur 1 Stadttor befinden.

Das vierte Stadttor im Spiel zu dritt
Der Spieler, der sein Stadttor zuerst einsetzt, erhält das vierte Stadttor.

Neue Bauregeln
Eingesetzte Stadttore haben Einfluss auf den weiteren Mauerbau sowie auf die Platzierung weiterer Holzteile.

Ein Stadttor stoppt den Bau der Mauer, an der es steht, so dass die Mauer, die von demselben Eckturm ausgeht, nicht über das Tor hinaus verlängert werden kann.

Die Mauer, die vom gegenüberliegenden Eckturm auf der gleichen Seite der Stadt kommt, kann weiter verlängert werden, bis sie schließlich das Stadttor erreicht.

Ein Palast oder ein Stall darf nicht direkt auf das Feld vor einem Stadttor gebaut werden. Ein Händler kann jedoch direkt vor einem Tor platziert werden.

Die Händlergasse
Wenn die Händlergasse genau vor einem Stadttor endet, hat der Spieler das Recht zu erklären, dass die Händlergasse die Stadt durch dieses Stadttor verlässt und sie durch ein anderes Tor wieder betritt, wobei er die üblichen Regeln für das Platzieren von Händlern beachten muss. Hinweis: Die Händlergasse darf dabei nur durch Stadttore geführt werden. Eine Lücke in der Mauer wäre nicht ausreichend.

Es ist jedoch nicht verpflichtend die Händlergasse aus dem Stadttor zu führen. Ein Spieler kann es vorziehen, die Händlergasse fortzusetzen, ohne die Stadt zu verlassen. Wenn die Händlergasse am Stadttor vorbei geführt wird, ist es anschließend nicht mehr möglich, die Stadt durch dieses Tor zu verlassen.

Eine besondere Situation: Sollte die Händlergasse an beiden Enden nicht mehr fortgesetzt werden können und sollte mindestens eines ihrer Enden an ein Tor angrenzen, so gilt die Händlergasse nicht als blockiert, solange mindestens ein weiteres Tor an ein freies Feld angrenzt, an dem die Händlergasse weitergeführt werden könnte. Wenn dies der Fall ist, muss ein Spieler, der die Händlergasse fortsetzen möchte, die Stadt durch ein solches freies Tor wieder betreten.

Andernfalls gilt die allgemeine Regel, dass ein Spieler einen neuen Händler auf ein beliebiges freies Feld auf dem Spielplan setzen kann und eine neue Marktgasse entsteht.

Spielende
Hat ein Spieler nur noch ein Stadttor hinter seinem Sichtschirm übrig und kann er dieses nicht regelkonform einsetzen, so muss er das Tor abwerfen und darf keine weiteren Züge mehr machen.

The Gates of Medina: English Rules from Francois Haffner on BoardGameGeek.

Viel Spaß



Wizard extreme

Bei Wizard extreme handelt es sich um ein Stichkartenspiel, bei dem es darum geht, möglichst genau vorherzusagen, wieviele Stiche man in welchen Farben gewinnt.

Wenn mehrere Partien Wizard extreme gespielt werden, empfehle ich den Schwarzmagier nach der folgenden neuen Spielvariante zu werten:

Anbei eine spannendere Wertungsvariante für das Kartenspiel Wizard extreme:

  • Im Spiel zu dritt, zu viert und zu fünft werden insgesamt 9, 8 bzw. 10 Runden gespielt, so dass jeder Spieler gleich oft das Spiel als Startspieler beginnt. Im Spiel zu viert werden beispielsweise 8 Runden gespielt, so dass jeder Spieler insgesamt 2 mal als Startspieler beginnt.
  • Nimmt sich ein Spieler den Schwarzmagier zum ersten Mal, so erhält er dafür (wie in der Spielregel erwähnt) 4 Punkte. Davon wird zum Spielende die Anzahl der verteilten schwarzen Siegel abgezogen. Auf dem Punkteblock wird sein Punktwert schwarz umrandet, um anzuzeigen, dass der Spieler in dieser Runde den Schwarzmagier gewählt hat. Hat ein Spieler den Schwarzmagier zum ersten Mal genommen und im Spielverlauf beispielsweise 2 schwarze Siegel verteilt, so werden für ihn somit 2 Punkte notiert (4-2=2).
  • Nimmt derselbe Spieler den Schwarzmagier im weiteren Spielverlauf erneut, so wird der Schwarzmagier jedes Mal 1 Punkt teurer. Nimmt ein Spieler den Schwarzmagier beispielsweise zum dritten Mal, so kostet er dann bereits 6 Punkte.
  • Ausnahme: Hat ein Spieler mehr Punkte als jeder andere Spieler und liegt somit eindeutig hinten, so kann er den Schwarzmagier stets für 4 Punkte nehmen, auch wenn er ihn zuvor schon mehrmals genommen hat.
  • In der letzten Spielrunde darf der führende Spieler den Schwarzmagier nicht nehmen, wenn er damit seinen ersten Platz sichern kann.

Bei Wizard extreme handelt es sich neben For Sale, um mein erfolgreichstes Kartenspiel. Das Spiel erschien zunächst als Sieben Siegel und wurde von Amigo in ein neues ansprechendes Thema gekleidet. Die Spielregeln wurden dabei nicht verändert. Eine kurze Beschreibung gibt es auf der folgenden Seite: Wizard extreme.

Viel Spaß

Eine feine Rezension von cliquenabend.de: … Für jeden Kartenstichspieler ist Wizard Extreme ein Pflichtkauf! … Dabei eignet sich Wizard Extreme auch als abendfüllendes Kartenspiel, da manche Spieler einfach nicht genug davon bekommen können…


MarraCash überarbeitete Spielregel

MarraCash – Altes Spiel mit neuer Spielregel

Ich habe die Spielregeln für das Brettspiel MarraCash neu überarbeitet. Das Spiel ist noch spannender und reizvoller geworden und es lässt sich jetzt auch sehr gut zu zweit spielen. Die 25 Antiquitätenkarten haben eine neue Spielfunktion bekommen und sorgen für einen spannenden Wettlauf.

Mehr Besucher (mehr Einnahmen, längere Spieldauer): Statt 54 Spielfiguren (10 rote, 10 blaue, 10 grüne, 10 violette 14 gelbe) sollen jetzt 64 Spielfiguren zum Einsatz kommen. Dem Spiel müssten zusätzlich 2 rote, 2 blaue, 2 grüne, 2 violette und 2 gelbe Spielfiguren hinzugefügt werden.

Versteigerung eines Ladens: Statt offen über mehrere Runden reihum zu bieten, bieten jetzt alle Spieler für einen Laden einmal verdeckt einen beliebigen Betrag. Jeder Spieler sucht sich aus seinem Geldbündel ein paar Scheine, legt diese auf den Tisch und verdeckt die Scheine dabei mit der flachen Hand. Der Spieler, der den Laden versteigert, muss nach wie vor, mindestens 100 Dirham bieten. Sobald jeder Spieler eine Hand auf dem Tisch hat, wird aufgedeckt. Der Spieler, der den höchsten Betrag geboten hat, erhält den Laden. Bei einem Gleichstand erhält der Spieler den Zuschlag, der im Uhrzeigersinn dichter am Versteigerer sitzt.

Die Antiquitäten-Kärtchen: Die wichtigste Änderung! Es gibt 25 Kärtchen mit mehr oder weniger wertvollen Antiquitäten. Diese werden jetzt zu Spielbeginn gemischt. An jeden Spieler werden 5 Kärtchen verdeckt ausgeteilt. Jeder Spieler darf seine Kärtchen einsehen.

MarraCash Kärtchen


Sobald der erste Spieler 5 Kunden in den Farben seiner 5 Kärtchen in seine Läden gelockt hat, deckt er seine Kärtchen auf und kassiert den Betrag, der auf den 5 Kärtchen steht. Der zweite Spieler, der seine 5 Kärtchen aufdeckt, erhält nur noch den Betrag seiner 4 wertvollsten Kärtchen. Der dritte Spieler erhält den Betrag seiner 3 wertvollsten Karten und der vierte Spieler erhält den Betrag seiner beiden wertvollsten Karten. Aber jeder dieser Spieler muss die 5 Kunden in den entsprechenden Farben besitzen.

Spielende: Sobald die letzte Figur von der Mauer auf ein Eingangsfeld zur Altstadt gestellt wurde, endet das Spiel. Die aktuelle Runde wird jedoch noch zu Ende gespielt, so dass jeder Spieler gleich oft zum Zug kommt.

Das Spiel zu zweit:
Spielvorbereitung: Nachdem die Spielfiguren auf die 3 Plätze am Eingang und auf die Stadtmauer gesetzt wurden, werden 5 Läden an Ali übergeben. Ein Startspieler wird ausgelost. Reihum, beginnend mit dem Spieler, der nicht Startspieler ist, setzt jeder Spieler abwechselnd ein Ali-Schild auf einen beliebigen Laden. Ali erhält 5 Läden in 5 unterschiedlichen Farben. Besitzt Ali bereits einen gelben Laden, so darf kein weiteres Ali-Schild auf einen anderen gelben Laden gesetzt werden. Bei Ali handelt es sich um einen Dummy, der selbst nicht mitspielt und auch keine Dirham verdient. Führt ein Spieler einem Laden von Ali Kunden zu, so erhält der Spieler aber eine Provision aus der Bank.

Antiquitäten: Im Spiel zu zweit erhält der erste Spieler, der die geforderten 5 Kunden in seine Läden gelockt hat, den Betrag aller 5 Karten und der zweite Spieler den Betrag seiner 3 wertvollsten Karten.

Spielende: Nachdem die letzte Figur von der Mauer genommen wurde und die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt wurde, gibt es nur im Spiel zu zweit anschließend noch eine letzte Runde, in der jeder der beiden Spieler noch 2 Züge ausführt.

Alle übrigen Regeln und auch die Provisionen, die ein Spieler erhält, wenn er einen Laden versteigert oder einem Mitspieler Kunden zuführt, bleiben erhalten.

Viel Spaß